Ich habe mich wirklich lange mit der Frage beschäftigt, worüber ich meinen ersten Blog schreibe. Diesem beinahe historischem Akt
erschienen viele Bücher gerecht zu werden, aber welches davon passt am besten... was möchte ich mit diesem Buch ausdrücken - auch über mich, schließlich hat ein Blog auch eine persönliche Komponente.
Viele Ideen
Sehr beeindruckt hat mich Karin Slaughter - Thriller aus Frauenperspektive finden ich nur selten, hinzu kommen Charaktäre über die ich mich lange auslassen könnte.
Anspruchsvoller würde ich mich zeigen mit Simone de Beauvoir oder Sheila Jeffreys - da komme ich mir auch gleich viel intellektueller vor.
Ich könnte mich auch kämpferisch zeigen und mich mit Valerie Solanas beschäftigen - wobei die "Schwanz-ab"-Mentalität vielleicht auch vom Lesen abschreckt.
Thea Dorn würde auch gut passen - als frustrierte Philosophie-Studentin hat sie mein Leben und mein Studium entspannter gestaltet.
Basisnäher und trotzdem feministisch interessiert wäre es, "Neue deutsche Mädchen" oder "Alphamädchen" zu rezensieren - das werde ich auch bestimmt noch tun, jedoch für meinen erste Blog... neee.
Ziemlich platt, jeodch beinahe aktuell wäre Charlotte Roche - an bisher gelesenen Rezensionen hat mich einiges gestört, aber trotzdem nichts für meinen ersten Blog.
Das ungelesene Buch
Statt dessen werde ich über ein Buch schreiben, dass ich bisher nur angelesen habe, in dass ich mich jedoch vor 2 Wochen unsterblich verliebt habe. Es hat 1196 Seiten und egal wo ich aufschlage, es ist immer spannend. Es schließt vieler meiner Bildungslücken und erleichtert mir Inhalte nachzuholen, die ich, bedingt durch mein Alter, nicht miterleben konnte. Von vielem was darin steht, habe ich schonmal gehört - aber fundiert war mein Wissen nicht und wo ich nachschlagen sollte, war mir schleierhaft.
Es geht um "Die neue Frauenbewegung in Deutschland - Abschied vom kleinen Unterschied. Eine Quellensammlung.", herausgegeben von Ilse Lenz. Wenn ich das Inhaltsverzeichnis durchstöbere, weiß ich gar nicht wo ich anfangen möchte. Ob es nun um Dokumente geht, die weiter verbreitet sind, z.B. der "Rechenschaftsbericht des weiberrats der gruppe frankfurt (1968)", um Dokumente, deren Berichte bei mir nur selten ankommen, wie z.B. über den "Hexenprozess in Itzehoe" oder um Themen, von denen ich irgendwie nie gehört habe, wie "Lehrerinnen - Die tägliche Enttäuschung wenden wir gegen uns selbst". Weiterhin korregiert es mein Annahme, dass der Text "Was ist Heterosexualität", der als Flyer, E-Mail usw. schon oft bei mir angekommen ist, nicht aus den letzten 10 Jahren stammt, sondern auf 1977 datiert wird.
Das einzige Kritikwürdige an diesem Buch, ist dass es in einem Band herausgekommen ist. Es wird mir über kurz oder lang deswegen den Rücken ruinieren - Wie jedes Buch, dass ich am liebsten ganz schnell und andauernd lesen möchte, werde ich es mit mir herumschleppen, um in jeder freien Sekunde einen Blick hineinzuwerfen.
Ein herzliches Dankeschön an Ilse Lenz!
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